Archiv 2017

Newsletter MGP Ostschweiz Januar 2017

Inhalt

• Mehrgenerationenwohnen
• Vorankündigung General-/Mitgliederversammlung
• Guardians of the universe
• Neuigkeiten aus den Projekten
• Kapitalanlagen

Mehrgenerationenwohnen

2017 blicken wir auf zwei Jahre aktive Arbeit der Baugenossenschaft zurück. Wir arbeiten an den Genehmigungen / Finanzierungen / Verträgen für 3 Projekte mit insgesamt etwa 50 Wohnungen plus Gewerbe, Gastronomie und Gemeinschaftsflächen.

Bei den Vereins- und Baugenossenschaft- Aktivitäten der letzten 2-3 Jahre stiessen wir generell auf reges Interesse, allerdings mehrheitlich bei Personen 50+. Junge Leute oder Familien in der Etablierungsphase hingegen konnten wir nur punktuell erreichen. Das wollen wir im neuen Jahr ändern.

Ein Mehrgenerationenprojekt besteht im Idealfall im Drittelmix:

  • Junge 18 bis 30-jährige Singles/Paare mit oder ohne kleine Kinder die eventuell zum ersten Mal einen eigenen Haushalt gründen,

  • 30-bis 50-jährige Singles/Paare mit oder ohne Kinder/Jugendliche,

  • 50 + Singles/Paare mit oder ohne Jugendliche.

Beim Erstvermieten einer neuen oder umgebauten Liegenschaft hat die Genossenschaft die besten Möglichkeiten, die Alterszusammensetzung der Mieter zu beeinflussen. Im Idealfall hat sich aus einer Interessentengruppe eine Gemeinschaft gebildet, die aktiv Einfluss auf die Entwicklung eines Projektes nehmen kann.

Entscheidend für die Zusammensetzung der Interessentengruppen in einem Projekt sind die Umgebung und die umgebende Infrastruktur eines Projektes.

Als Beispiel kann die von der Wohnbaugenossenschaft „mehr als wohnen“ im 2014/2015 fertiggestellte und bezogene Überbauung „Hunziker Areal“ mit 380 Wohnungen in Zürich Leutschenbach dienen. Hier konnte auch der gewünschte Altersmix erreicht werden: fast die Hälfte der ca. 1350 Bewohnenden sind zwischen 20 und 40 Jahre alt und mehr als ein Viertel sind Kinder und Jugendliche. Die Generation 50+ hingegen ist untervertreten. Die angebotenen Grundrisse sind unkonventionell und variabel. Die Umgebung der Gesamtanlage hat viel halböffentlichen und öffentlichen Raum für Begegnung / Spielen. Es besteht eine sehr gute Infrastruktur wie Schulen, Kindergärten, gute Verkehrsanbindung in die City, etc. Das scheint Massgabe für junges respektive erstes Familien-Wohnen.

Die Generation 50+ kommt oft aus ruhigen, traditionellen Wohnsituationen. Neue Lebenssituationen, positiv wie negativ, sind meist Motor, die bestehende Wohnsituation zu ändern. Es besteht seltener Notwendigkeit für neuen, grösseren Wohnraum. Veränderungen können anders geplant und konzipiert werden. Eine wichtige Rolle spielen Gedanken an Versorgung und Tragfähigkeit im Alter.

Aufgabe der Genossenschaft ist es nun, die Bedürfnisse der einzelnen Altersgruppen in der Projektentwicklungsphase zu verbinden und gegenseitiges Interesse zu wecken. Projekte oder Projektideen sollten schon im Vorfeld öffentlich gemacht werden und mit möglichst vielen Interessenten formuliert und gemeinsam entwickelt werden. Ein möglicher Verknüpfungspunkt sind bestehende Liegenschaften, die dem persönlichen Wohnbedürfnis oder Lebensmodell nicht mehr entsprechen. Die geerbte Liegenschaft am falschen Ort, das leere Einfamilienhaus, die zu grosse Eigentumswohnung, etc. Aus vielen Objekten lässt sich im genossenschaftlichen Kontext eine sichere und faire Geldanlage generieren mit der gleichzeitigen Schaffung von neuem Wohnraum, der den eigenen Bedürfnissen entspricht.

Innerhalb des Projektes Rehetobel sind diese Ansätze bereits im Umsetzen. Die Genossenschaft hat früh mit der Öffentlichkeitsarbeit begonnen und es wurde ein sehr variabler Wohnungsmix bis zur Loft entwickelt. Das Modell « Liegenschaftstausch» wird diskutiert. Im Bereich Öffentlichkeitsarbeit wird die Socialmediapräsenz weiter ausgebaut und mit den traditionellen Informationswegen, im Sinne eines Mehrgenerationendenkens verknüpft.

Die wichtigste Komponente auf dem genossenschaftlichen Wohnungsmarkt bleibt Angebot und Nachfrage. Entscheidend sind und bleiben zukünftige Bewohner und Interessenten für Mehrgenerationenprojekte und Eigentümer-innen von Liegenschaften und deren Zusammenschluss, was in den meisten Fällen für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation bedeutet.

Claus Peter Täterow
Präsident Förderverein Mehrgenerationen Ost

Vorankündigung ordentliche Generalversammlung Genossenschaft und Mitgliedsversammlung Förderverein

Am Montag 24. April 2017 findet am Abend die zweite ordentliche Generalversammlung unserer Baugenossenschaft und die fünfte ordentliche Mitgliederversammlung unseres Fördervereins statt. Ich bitte Sie, diesen Termin bereits in Ihrer Agenda zu reservieren. Ihrezahlreiche Teilnahme würde uns sehr freuen.

In den nächsten Wochen werden Sie einen Aufruf zur Einreichung von Traktandenwünschen erhalten und rechtzeitig vor dem Termin die Einladung mit den Traktanden und entsprechenden Unterlagen.

Gemeinsam neue Wege des Konsums beschreiten

Ab Ende Januar startet «Guardians of the universe – Lebensmittel.Gemeinschaft.Trogen» in den Mehrzweckräumen der Alten Drogerie in Trogen. Wir heissen sie herzlich Willkommen, wünschen viel Erfolg in der Umsetzung der Idee und möchten Platz bieten, sich vorzustellen:

All unsere Handlungen haben vielfältigen Einfluss auf die Welt in der wir leben. Und weil wir täglich essen, hat der Konsum unserer Lebensmittel auch einen täglichen Einfluss.

So haben wir uns zusammengetan, um diesen Konsequenzen mit Eigenverantwortung und Eigeninitiative zu begegnen.

Wir streben danach, die natürlichen Kreisläufe als Ganzes zu sehen. Basierend auf diesem Verständnis handeln wir so, dass wir im Einklang mit unserer Umwelt sind. Wir beschäftigen uns mit Lebensmitteln - Mittel zum Leben. Wir hoffen mit unserer Arbeit einen Beitrag dazu zu leisten, dass unsere Böden und unser Wasser auch für unsere Kindeskinder in der siebten Generation noch eine nährende Lebensgrundlage bilden.

Der im Mai 2016 gegründete Verein bezweckt gesunde und natürliche Lebensmittel und Produkte für seine Mitglieder verfügbar zu machen.

Weitere Informationen, Mitgliedschaft usw. unter www.guardianstrogen.ch

Projekt Wohnwerkstatt Rehetobel

Die Planung und Projektierung schreitet weiter voran. Trotz planerischer Komplexität und hoher Anforderungen des Ortsbildschutzes sind wir im Zeitplan und werden in diesen Tagen das Baugesuch für 10 Wohnungen, Gewerbe und Tageskaffee einreichen. Interessenten für ein Wohnen oder Arbeiten in der «Wohnwerkstatt» können eigene Wünsche und Vorstellungen bezüglich der Räume einbringen. Siehe Leitartikel.

Kapitalanlagen

Für die Realisation unserer Projekte in Rehetobel und Notkersegg sind wir in der Lage, langfristige Darlehen von unseren Mitgliedern entgegen zu nehmen. Diese Darlehen können wir für Sie und für Mehrgenerationen Ost vorteilhaft verzinsen. Details besprechen Sie bitte direkt mit Bernhard Müller.

Aufruf

Sie haben selber ein Haus, das Ihnen zu gross geworden ist? Sie haben ein Mehrfamilien- oder Gewerbehaus, um dessen Bewirtschaftung Sie sich nicht mehr kümmern mögen? Sie wollen, dass Ihre Mieter nach wie vor eine sichere Zukunft haben und Ihr Haus dauerhaft der Spekulation entzogen wird? Nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf. Wir suchen nach wie vor weitere Projektmöglichkeiten.

Archiv 2016

Newsletter MGP Ostschweiz September 2016

Inhalt

• Tag der offenen Tür Alte Drogerie
• Mieterporträts Bettina und Anneliese
• Stühle und Geschichten
• Leckereien an der Soirée fixe
• Neuigkeiten aus den Projekten

Vielen Dank!

Es ist an der Zeit Danke zu sagen: allen Mitgliedern, Genossenschaftern, Vorständen, Hausbewohnern, Fachexperten und Projektentwicklern. Auch für das Vertrauen unserer Investoren und der Hausbesitzer wollen wir uns bedanken. Sie tragen auf ihre individuelle Art und Weise zum Erreichen unseres gemeinsamen Ziels bei. Klar ist: Ohne Euch alle wäre es nie möglich gewesen, unserer noch jungen Genossenschaft aus den Kinderschuhen zu verhelfen. Was in langer Arbeit auf dem Papier entstanden ist, hat nun mit der Alten Drogerie in Trogen ein Gesicht bekommen. Hier kann erlebt und gelebt werden.

Und während wir uns über den gelungenen Umbau der Alten Drogerie freuen, können wir bereits unser nächstes Projekt ankündigen. So durften wir vor kurzem die Kaufverträge für eine zweite Mehrgenerationen-Ost-Liegenschaft unterzeichnen (mehr dazu weiter unten). Weitere Projektideen sind am Gedeihen oder stehen schon am Anfang Ihrer Entwicklung. Dies zeigt uns: Wir sind auf dem richtigen Weg. Es bleibt spannend und es wird sich sicher noch viel bewegen.

Philipp Weber, Vizepräsident Baugenossenschaft Mehrgenerationen Ost

Bau-Ende Alte Drogerie Trogen

Das Gerüst ist weg. Die Alte Drogerie Trogen hat ein neues Gesicht und eine neue Aufgabe. Im vergangenen Jahr wurde das historische Gebäude zu einem Wohn-, Lebens- und Arbeitsraum umgebaut.

Nun freuen wir uns darauf, zusammen mit den eingezogenen Mietern zu sehen, wie das Konzept seine Wirkung entfaltet. Das erste wichtige Datum dafür ist der

Tag der offenen Tür am Samstag, 1. Oktober, von 10 bis 18 Uhr.

Eingeladen sind an diesem Tag des Austauschs alle Interessierten und Neugierigen. Die Alte Drogerie kann vom Keller bis ins Dach hinein erkundet werden. Wir stehen dabei natürlich für Fragen zur Verfügung und auch unser Buch über den Umbau, inkl. vieler Fotos, wird zum Verkauf aufliegen.

Die neuen Bewohnerinnen und Bewohner der Alten Drogerie

Die ersten Bewohner haben ihr neues Zuhause Anfang März bezogen. Im April ist Bettina in die Dachwohnung eingezogen und seit Ende Juli ist auch Anneliese Teil der Hausgemeinschaft. Sie wohnt nun in der 2 ½-Zimmer-Wohnung im 2. Stock. Die beiden Mieterinnen gewährten uns erste Einblicke in ihr Wohnen und erzählten uns von ihren Erwartungen und Wünschen. Im nächsten Newsletter hoffen wir, auch noch die letzten Zuzüger vorstellen zu können. Die Familien- oder WG-Wohnung im 3. Stock wartet noch auf ihre neuen Bewohner.

Bettina
Im «Appenzeller Magazin» Juli 2016 ist ein wunderbarer Artikel über Bettina und die Alte Drogerie erschienen. Hier lernt Ihr sie und Ihren Sohn kennen.

Anneliese
Ich bin in Rehetobel geboren und aufgewachsen. Die längste Zeit meines Lebens verbrachte ich dann aber in Herisau. Ich probierte verschiedene berufliche Tätigkeiten aus, inzwischen bin ich Dipl. Pflegefachfrau und die Arbeit bereitet mir Freude. Meine besonderen Vorlieben und Stärken liegen in den Bereichen Demenz und Palliativ Care.

Im Februar 2016 entschied ich mich, eine neue berufliche Herausforderung anzunehmen. Ich gönnte mir vor dem Start bei der Spitex Speicher-Trogen-Wald eine Pause von zwei Monaten. Seit Anfang August gilt es nun wieder ernst.
Bei der Wohnungssuche ging es wunderbar auf: Nach einer kurze Suche nach freien Wohnungen in Trogen, fand ich schnell die Alten Drogerie. Eine einzige Besichtigung und gleich der Volltreffer. Dazu war die Wohnung leer, ich konnte sofort mit dem Einräumen beginnen. Einfacher und effizienter geht es kaum. Jemanden aus dem Haus kannte ich schon, inzwischen bin ich aber mit allen hier ein wenig vertraut und geniesse diese spezielle Wohnform.

Ich mag es, meine Pflanzen und all den wohnverschönernden „Schi-Schi“ hinzustellen, und so lange umzustellen, bis das Platz stimmt. Ich bin auf gutem Weg. Und bin gerne hier.
Ich verbringe Zeit mit den mir wichtigen Menschen. Dafür ist aufgrund meines neuen Wohnortes aber einiges mehr an Planung gefragt als auch schon. Ich male gerne, gehe ab und zu joggen und auch mal eine Wanderung im Alpstein gehört zu den weiteren genüsslichen Dingen für mich. Umgekehrt versuche ich folgende Dinge zu vermeiden oder zu minimieren: Mailverkehr, doodle-Umfragen, Tabellen kreieren und Ähnliches.

Seit Anfang August lerne ich nun schön langsam Trogen mit seinen Menschen und Facetten kennen. Das ist dermassen erfreulich und faszinierend, dass es mir vorkommt, als sei ich schon sehr lange hier und das bleibt sicher auch so.

Stühle und Geschichten

Auf den ersten Blick passen die Stühle nicht zueinander. Sie stehen am grossen Tisch des Gemeinschaftsraums im Erdgeschoss der frisch umgebauten Alten Drogerie Trogen. Sie könnten stellvertretend für das Wohnkonzept stehen: Unterschiedliche Generationen wohnen, interagieren und leben hier zusammen. Es wird sich zeigen, ob auf den unterschiedlichen Stühlen auch ähnlich spannende Menschen Platz nehmen.

Auch der Ursprung der Stühle ist spannend: Andreas hat seine Verbindung zu Kul-tour auf Vögelinsegg, dem Ess-Kleintheater in Speicher genutzt, um uns viele neue und alte Stühle für den Gemeinschaftsraum zu beschaffen. Auch für diese grosszügige Spende möchten wir uns herzlich bedanken. Und Sie, liebe Besucherinnen und Besucher, daran erinnern, dass, wenn Sie das nächste Mal feine Ess-, Musik-, Kabarett- oder Theaterkultur erleben möchten, an die neuen Stühle des Kleintheaters in Speicher zu denken.

Leckereien an der Soirée fixe

fein crémiges hummus mit datteltomaten und geröstetem brot
sanft und rundgewürzte maissuppe
gebratene auberginenscheiben mariniert mit balsamico und einem hauch knobli
kurz sautierte kabeljaubäggli an crémesud
auf basmatireis
und knackigem salicorn (queller, ein gemüse vom salzstrand)
joghurtdessert mit erdbeercoulis

Dieses köstliche Menu wurde an einem der letzten Soirée fixe in der Alten Drogerie zu anregenden Gesprächen in gemütlicher, bunt gemischter Runde genossen. Jeden Monat, jeweils am 17. des Monats, ab 18.30 bietet sich eine solche Gelegenheit für 20 Franken inkl. Getränke. Der Soirée fixe soll ein Treffpunkt werden, den die Leute auf ihrer Agenda vermerkt haben - unaufgeregt, locker, mit dem Versprechen neuer Bekanntschaften und spannender Diskussionen. Das feine Essen dazu bildet die angenehme Umrahmung. Habt ihr Lust, euch für eine nächste Soirée fixe anzumelden? Dorothee Bachmann nimmt eure Anmeldungen gerne entgegen.

Projekt Notkersegg St.Gallen

Unsere neue Projektgruppe wird auf eine harte Geduldsprobe gestellt. Die Entwicklung des Baurechtsvertrages mit der Stadt St. Gallen als Baurechtsgeberin dauert viel länger als erwartet und erhofft. Da das Baurechtsgrundstück von einem grösseren Grundstück abgetrennt werden muss, sind zahlreiche komplexe Dienstbarkeiten vorgängig zu regeln. Aber: Das Projekt ist nach wie vor auf gutem Weg und ausser Zeit steht der Realisierung nichts im Weg.

Projekt Wohnwerkstatt Rehetobel

Schon kurz nachdem das letzte Projekt nach langer Entwicklungszeit abgebrochen werden musste, eröffnete sich bereits eine neue Möglichkeit. Innert Kürze konnte gemeinsam mit Agnes Herger, der zukünftigen Haupt-Gewerbenutzerin, ein neues Projekt auf den Weg gebracht werden. Mitte August wurde der Kaufvertrag abgeschlossen. Nun sind wir Besitzer der Gewerbeliegenschaft Kirchstrasse 2 in Rehetobel. Ende Oktober, also nach den Herbstferien, werden wir das neue Wohn- und Gewerbeprojekt den MGP-Mitgliedern, den Genossenschaftern und der Dorfbevölkerung vorstellen.

weitere Projekte

Von der Idee des angekündigten Mehrfamilienhaus-Ensembles in St. Gallen mussten wir uns nach vertiefenden Abklärungen leider trennen. Die Finanzierung wäre realistisch gesehen nicht zustande gekommen, bzw. die Investitionen hätten bedeutend höher als gedacht ausfallen müssen. Aber auch die Wohnungen wären dann aus dem günstigen Rahmen gefallen und aus unserer Sicht zu teuer geworden.

Aufruf

Sie haben selber ein Haus, das Ihnen zu gross geworden ist? Sie haben ein Mehrfamilien- oder Gewerbehaus, um dessen Bewirtschaftung Sie sich nicht mehr kümmern mögen? Sie wollen, dass Ihre Mieter nach wie vor eine sichere Zukunft haben und Ihr Haus dauerhaft der Spekulation entzogen wird? Nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf. Wir suchen nach wie vor weitere Projektmöglichkeiten.

Newsletter MGP Ostschweiz Mai 2016

Inhalt

Abschluss Bauarbeiten Alte Drogerie
• Neue Bewohnerinnen und Bewohner Alte Drogerie
• Bericht aus den Projekten
• Mitgliederversammlungen Förderverein und Baugenossenschaft
• Russische Architekturstudenten besuchen die Alte Drogerie

In einer Zeit der grösser werdenden Gräben in der Gesellschaft hat das Management derImmomesse St. Gallen ein Zeichen gesetzt: Sie hat den regional tätigen gemeinnützigenGenossenschaften ein Forum gestellt, das Thema zur Sonderschau gemacht undgrosszügigen Platz mit einemaussergewöhnlichen Standlayout zur Verfügung gestellt.

In prominentem Ambiente wurde das Thema «Wohnen für Generationen» eindrücklichrepräsentiert. Der Stand war fast über den gesamten Zeitraum aussergewöhnlich gutbesucht.

Junge Familien waren eher in der Unterzahl. Unsere Aufgabe wird es nun sein, jungesWohnen mehr zu integrieren und zu fördern. Fred Frohofer, Vorstandsmitglied von NeustartSchweiz, hat in seinem Vortrag eindrucksvolle Beispiele aus Zürich dazu vorgestellt.

Die Spekulation, insbesondere im Stadt- und Seeraum ,wird für den Laien immer wenigernachvollziehbar. Verstaubte Grundriss- und Wohnkonzepte werden zu hochpreisigenAltersresidenzen mit horrenden Gewinnspannen aufgemotzt. Die Preisentwicklungen derletzten Jahre sind weder den gestiegenen Landpreisen, noch den gestiegenen Bau-, LohnundPlanungskosten geschuldet, sondern einzig einem boomenden Anlagemarkt, der nieerreichte Renditen verspricht. Die nach wie vor rückläufigen Bankzinsen tun ein Übriges.

In diesem Rahmen stellen die gemeinnützigen (Wohnbau)genossenschaften ein nicht zuunterschätzendes Korrektiv dar. Als Genossenschafter/in kann ich die Preisentwicklungmassgeblich verantwortlich mitbestimmen. Das Gleiche gilt für genossenschaftlicheInvestoren. Transparente Kalkulationen fördern gemeinsame Projektverantwortung undEntwicklung. Ein Einbinden der öffentlichen Hand in diese Prozesse fördert städtische undraumplanerische Entwicklungskonzepte ohne Gewinnmaximierung und ist sozialverträglich.

Auch für diesen Prozess hat die Immomesse ein Zeichen gesetzt: Das Bauen sollte wiederweniger von Spekulationsgewinnen, sondern von neuen und bewährten Wohn- undArbeitsstrukturen geprägt werden. Die Messeresonanz hat uns Mut gemacht.

Claus Peter Täterow
Vizepräsident Förderverein Mehrgenerationen Ost

Abschluss der Bauarbeiten der Alten Drogerie Trogen

Mitte März waren alle sechs Wohnungen und das Gästestudio fertiggestellt, inzwischen sind bereits vier Wohneinheiten bewohnt. Die letzten Wochen waren geprägt durch fleissige Maler, die dem Erdgeschoss mit den Gemeinschaftsräumen neue Farbe verliehen haben.

Einige Male musste der Liftmonteur seine Kenntnisse unter Beweis stellen. Unser Lift stellte aufgrund seiner speziellen Konstruktion – teilweise tiefe Raumhöhen - eine Herausforderung dar! Aber nun läuft alles wie am Schnürchen. In der Produktion sind weiterhin einige Vorfenster, sei es beim Maler oder beim Fensterbauer. Die bereits fertiggestellten Butzen- Vorfenster warten beim Kunstglaser darauf, dass unsere Fassade den letzten Anstrich bekommt und sie dann im Erdgeschoss ihren Platz finden. Der Schlussanstrich der Fassade ist dann in der Tat der letzte Akt am Haus, danach wird das Gerüst demontiert. Das wird Mitte bis Ende Mai der Fall sein. Passanten fällt aber auf, dass schon wieder gegraben wird: der Veloport ist am Entstehen. Er wird die kleine Lücke an der Niderengasse zwischen der Drogerie und dem Nachbarhaus schliessen und Platz bieten für Velos, Kinderwagen etc. Ja, und dann kommt die Aussengestaltung, die wir anhand unserer planerischen Vorgaben zusammen mit den HausbewohnerInnen entwickeln werden. Alle sind gespannt!

Aktuelle Bilder

Die neuen Bewohnerinnen und Bewohner der Alte Drogerie

Die ersten Bewohner haben ihr neues Zuhause Anfang März bezogen. Regula, Irene und Andreas – alle im Pensionsalter – bewohnen je eine 2.5-Zi-Wohnung, in der zweigeschossigen Dachwohnung ist kürzlich eine junge Familie mit Kleinkind eingezogen. Die neuen Hausbewohner gewähren uns erste Einblicke in das generationenübergreifende Wohnen und in ihre Erwartungen und Wünsche. Die junge Familie werden wir gemeinsam mit weiteren künftigen Bewohnern in einem der nächsten Newsletter vorstellen.

Regula

Nach dem Tod meines Mannes habe ich noch einige Jahre alleine in unserem Reiheneinfamilienhaus mit kleinem Garten in Herisau gewohnt. Dabei kam immer mehr der Wunsch nach Gemeinschaft und Austausch auf. Ich finde es schön, wenn Menschen unter demselben Dach wohnen und man sich gegenseitig unterstützt und hilft. Basis für eine Hausgemeinschaft in einem Mehrgenerationenhaus sind gegenseitiger Respekt und Vertrauen. An meiner neuen Wohnform gefällt mir besonders, dass sie eine gesunde Mischung aus Gemeinschaft und individuellem Rückzugsort bietet. Der Charme und das spezielle Ambiente der Alten Drogerie haben es mir auf Anhieb angetan. Die sehr gute Infrastruktur in Trogen mit Bahn, Post, Einkaufsmöglichkeiten und vielfältigem kulturellem Angebot ist mir ebenfalls wichtig.

Ein Haus wie die Alte Drogerie mit Gemeinschaftsräumen bietet viele Möglichkeiten, sich zu engagieren. Ich kann mir vorstellen, bei Gemeinschaftsanlässen mitzuhelfen, mich im Garten zu betätigen oder gemeinsam mit weiteren Hausbewohnern eventuell ein Angebot für Menschen mit einem Bedürfnis nach kurzen Auszeiten zu erarbeiten. Und vielleicht gibt es auch eine Möglichkeit, zusammen zu musizieren?

Irene

Mir wurde vor rund fünf Jahren bewusst, dass ich 57 Jahre lang nie alleine gelebt habe! Nach dem Tod meines Mannes musste ich erst herausfinden, welche Wohnform für mich künftig in Frage kommt. Dabei habe ich verschiedene Modelle geprüft und teilweise auch konkrete Erfahrungen damit gemacht. Eines Tages hat mir eine Bekannte vom Mehrgenerationenprojekt Alte Drogerie in Trogen erzählt. Eine solche Wohnform bedingt Offenheit und die Bereitschaft, sich auf die Mitbewohner/innen einzulassen. Das gefällt mir. Ich wünsche mir, dass die Mitbewohner in der Alten Drogerie meine Eigenheiten akzeptieren und möchte ihnen meinerseits mit Toleranz begegnen.

Eine Besichtigung der Wohnungen und Gemeinschaftsräume in der Alten Drogerie hat mich motiviert, nach Trogen zu ziehen. In der Gemeinschaft hier möchte ich mich um Mitbewohner/innen kümmern, jüngeren Menschen etwas weitergeben und Kinder hüten. Ich möchte auch gerne die Gemeinschaftsküche benützen z.B. für eigene Familienessen. Gemeinsames Spielen finde ich jederzeit spannend und es sind bereits Interessierte unter den bisherigen Bewohner/innen.

Andreas

Ursprünglich hatte ich mich für das Mehrgenerationenprojekt Wogeno Mogelsberg interessiert. Das Projekt ging aber für meine Bedürfnisse zu zögerlich voran. Zufälligerweise habe ich über eine Bekannte von der Alten Drogerie in Trogen erfahren und mir das geschichtsträchtige Haus angesehen. Meine heutige Wohnung hat mich spontan angesprochen, genauso wie die historischen Elemente und das wunderschöne Ambiente im Appenzeller Strickbau. Da mein ehemaliger Wohnort sehr abgelegen lag, war die Pflege von sozialen Kontakten immer mit langen Wegen verbunden. Ein neuer Wohnort musste für mich daher unbedingt zentraler gelegen sein und einen regen Austausch mit Menschen im Haus und im Quartier ermöglichen. Das ist hier in der Nähe des Landsgemeindeplatzes alles gegeben.

Ich bin Handwerker aus Leidenschaft! In meiner Werkstatt finden sich verschiedenste Werkzeuge, Kleinmaschinen, Schweissgeräte, Fräs- und Hobelmaschinen, eine Bandsäge, Gartengeräte und auch Werkzeuge für Waldarbeiten. Geplant ist, dass ich vergleichbare Dienstleistungen wie als Rent a Rentner, wo ich Mitglied bin, anbieten werde. Also von Möbelrestauration über Kunsthandwerk, Maurerarbeit, Sanitärleistungen, Holz- und Metallbearbeitung bis hin zu Garten- und Waldarbeiten. Um die Lärm- und Staubbelastung in der Alten Drogerie gering zu halten, werde ich gewisse Arbeiten extern in der Werkstatt eines Nachbarn in Trogen erbringen. Von meinen Mitbewohnerinnen wurde ich bereits das eine oder andere Mal gefragt, ob ich ihnen beim Einrichten ihrer Wohnung, bei kleineren Installationen oder auch nur bei Kleinigkeiten wie dem Aufhängen von Bildern behilflich sein könnte. Mache ich natürlich gerne! Gemeinschaft bedeutet für mich, füreinander da sein und Sorgen und Bedürfnisse miteinander zu teilen.

Projekt Notkersegg St.Gallen

In der Projektentwicklung Notkersegg sind wir einen grossen Schritt weiter gekommen. In den nächsten Tagen werden wir das Baugesuch einreichen und den Kauf- /Baurechtsvertrag abschliessen können. Mit den zukünftigen Bewohnern, der bisherigen und den vier designierten, konnten inzwischen fruchtbare Gespräche über die neue Hausgemeinschaft geführt werden.

Projekt Wohnwerkstatt Rehetobel

Das in den vergangenen zwei Jahren entwickelte Projekt musste wegen Unstimmigkeiten mit dem Planungsbüro beendet werden. Wir hoffen, im nächsten Newsletter Konkreteres über die Weiterentwicklung berichten zu können.

Projekt Schloss Horn

Es gibt aktuell nichts Neues zu berichten. Investoren sind uns immer noch herzlich willkommen.

Weitere Projekte

Noch unverbindlich, aber mit guten Aussichten bezüglich Projekteignung und Finanzierbarkeit beschäftigen wir uns mit weiteren Objekten:

• Eines davon in St.Gallen-Notkersegg, wo ein sehr grosszügiges Einfamilienhaus in ein kleines Mehrfamilienhaus mit drei Wohnungen umgebaut wird.
• Einem Mehrfamilienhaus-Ensemble mit mit bestehenden zwölf Wohnungen in St.Gallen mit günstigen Mieten und wenig Sanierungsbedarf.
• Einer Villa für drei Einheiten mit grossem Park und daneben Platz für ein neu zu erstellendes 5- bis 6-Familienhaus.

Mitgliederversammlung Förderverein und GV Baugenossenschaft

Kurz nach dem Einzug der ersten Bewohner in der Alten Drogerie in Trogen wurden die Gemeinschaftsräume im Parterre erstmals für einen eigenen Anlass genutzt. Die mit 32 Mitgliedern zahlreich besuchte Mitgliederversammlung des Fördervereins Mehrgenerationenprojekte und die anschliessende Generalversammlung der Baugenossenschaft Mehrgenerationenprojekte boten eine Übersicht über die Aktivitäten des vergangenen Jahres, gefolgt von statutarischen Geschäften. Für die in eine andere Landesregion bzw. nach Österreich umgezogenen Vorstandsmitglieder Andrea Zwicknagl und Michael Zwissler stellten sich die beiden Kandidaten Angela Tsering und Jostein Aaserud zur Wahl. Beide wurden einstimmig gewählt. Die Bestätigung der bisherigen Vorstandsmitglieder erfolgt ebenfalls einstimmig. Lucie Sauter wünscht sich nach langjährigem intensivem Engagement als Präsidentin des Fördervereins und als Vorstandsmitglied der Baugenossenschaft eine einjährige Auszeit. Claus Peter Täterow, Vizepräsident, übernimmt die Leitungsfunktion im Förderverein ad interim.

Russische Architekturstudenten besuchen die Alte Drogerie

Am 6. April 2016 haben russische Architekturstudenten des Technikums Irkutsk als erste externe Gruppe die Alte Drogerie besichtigt. Sie weilten im Rahmen eines Austauschprogramms an der Kantonsschule Trogen und beschäftigten sich mit dem Thema Denkmalschutz.

Bericht im Appenzeller Tagblatt lesen (Link)

Bilderquellen

Bilderquellen: Website St. Galler Tagblatt, z.V.g.

Newsletter MGP Ostschweiz Februar 2016

Inhalt

Stand Bauarbeiten Alte Drogerie Trogen
Die neue Hausgemeinschaft der Alten Drogerie
Projekt St.Gallen
Projekt Wohnwerkstatt Rehetobel
Projekt Schloss Horn
Quartierentwicklung im Grossraum St.Gallen
Weitere Projekte
Mitgliederporträt Heini Studer-Lüthi, Fachgruppe EG Bau
Vorankündigung Hauptversammlung
Referat Fred Frohofer, Zukunft Schweiz an der Immo Messe
Mitgliedschaft

Liebe Vereinsmitglieder, liebe MGP Freundinnen und Freunde

Bereits Anfang Jahr stehen wir vor grossen Herausforderungen. Wir arbeiten an der Weiterentwicklung von Projekten, die letztes Jahr in der Vorplanungsphase waren. Gleichzeitig eröffnen sich neue Möglichkeiten der konkreten Zusammenarbeit mit Institutionen, Fachpersonen und Investoren. MGP Ostschweiz wird immer mehr als zukunftsträchtige Organisation wahrgenommen und die Leute bieten uns vermehrt ihre Unterstützung an – oder wenden sich an uns mit ihren Wünschen, ihren Visionen und ihren Träumen. Deshalb suchen wir weitere Liegenschaften, die sich für MGP Projekte eignen. Vom 18. – 20. März werden wir an der Sonderschau „Wohnen für Generationen“ an der Immo Messe in St. Gallen vertreten sein. Wir freuen uns auf euren Besuch.  Bitte beachtet insbesondere am Sonntagnachmittag das MGP-Referat im Vortragsforum.

Weitere Informationen Immomesse Schweiz

Herzliche Grüsse
MGP Ostschweiz
Lucie Sauter & Bernhard Müller

Stand Bauarbeiten Alte Drogerie in Trogen

Nur noch zwei Wochen bis zum Einzugstermin! Und es sieht gut aus!

Das Haus erinnert mehr denn je an einen Ameisenhaufen - überall wird gewerkelt, es wird gesägt, geschliffen, gebohrt, es staubt und es lärmt: Sanitäre und Plattenleger, Zimmerleute und Schreiner. Maler, die sich hinter ihre Staubwände zurückziehen und aus schön gemalten Zimmern wieder zum Vorschein kommen. Elektriker haben bereits mehr als 1 km Schläuche verlegt. Die oft kniffligen Verbindungen der neuen Liftkonstruktion zur bestehenden Haussubstanz erfordern Diskussionen und Beratungen vor Ort mit allen Beteiligten - und können zufriedenstellend gelöst werden. Das ist sehr typisch bei diesem Umbau: miteinander Lösungen finden für Fragestellungen, die erst während des Umbaus auftauchen.

Die Stimmung auf der Baustelle ist gut, obwohl gleichzeitig so viele Menschen auf engem Raum arbeiten. Die Fensterbauer haben in ihrer Werkstatt lange wie im Geheimen gewirkt, treffen zur vereinbarten Zeit ein und bauen in die oftmals schiefen Wände der Drogerie neue Fensterrahmen ein. Die wunderbar restaurierten oder neu gebauten Fenster sitzen dicht und gut. Eine Freude zum Anschauen. Die Böden erhalten neue Eichendielen, die im Farbton mit den Strickwänden harmonieren. Aus dem ehemaligen Heizöltankraum wurde ein schöner Gewölbekeller geschaffen.

Im November bauten wir das Gerüst an drei Seiten ab. Dann folgte der spektakuläre Einbau der Liftkonstruktion mittels eines riesigen Kranes. Seit auch die Balkone mit ihrem grünlich schimmernden Glasboden und der feinen Metallkonstruktion montiert sind, können die Trogener endlich die neue und spannende Hausrückseite bestaunen.

Die neue Hausgemeinschaft der Alten Drogerie

Nicht mehr lange, und die ersten Bewohner ziehen in der Alten Drogerie ein. Vorausgegangen ist seit Herbst letzten Jahres ein intensiver Prozess in der Gruppenbildung der Hausgemeinschaft. Interessenten und Mitbewerber trafen sich regelmässig zum Kennenlernen der unterschiedlichsten Persönlichkeiten, Familienkonstellationen, Berufungen und Hobbys, die sich da unter einem Dach finden wollen. Es wurden Wünsche und Vorstellungen ausgetauscht, Diskussionen möglicher Nutzungen der Gemeinschaftsräume geführt und Themen rund um Kostenmiete, Pflichtanteile und Abgrenzung der Lasten der Gemeinschaftsräume verhandelt. Und dann vermutlich zuhause noch vertieft studiert, gebrütet und besprochen. Einige Interessenten haben sich nach reiflichen Überlegungen wieder zurückgezogen. Andere sind noch mitten im Prozess der Entscheidungsfindung oder neu hinzu gestossen oder haben sich bereits definitiv dafür entschieden. Anfang Dezember konnten wir mit drei zukünftigen Bewohnern die ersten Mietverträge abschliessen. So werden Irene, Regula und Andreas die Single-Wohnungen im Haus beleben. Sie zeigen, dass ältere Menschen neuen Wohnformen gegenüber offen sind und ermutigen dadurch weitere interessierte Menschen, sich der Hausgemeinschaft anzuschliessen. Nicht zuletzt wegen der Weihnachtszeit geriet der Prozess etwas ins Stocken, nimmt jetzt aber wieder Schwung auf. Die bestehenden Mieter durften junge Interessenten kennenlernen. Schon mit oder (noch) ohne Kinder, aber immer voller Energie und Ideen für ihr Leben. Ich bin zuversichtlich, dass wir schon bald weitere zukünftige Bewohner vorstellen dürfen.

Projekt St. Gallen

Von der Stadt St. Gallen haben wir einen Baurechtsvertrag in Aussicht gestellt erhalten für eine teilweise noch bewohnte, ältere Liegenschaft. Das Haus steht an sonniger und ruhiger Wohnlage, in unmittelbarer Nähe einer Naherholungszone. Die Haltestelle öffentlicher Verkehrsmittel befindet sich unweit des Hauses. Das Projekt sieht vier Wohneinheiten und ein Studio vor. Die Vorfinanzierung ist durch eine Kerngruppe gesichert, und der Gruppenbildungsprozess wird ab Mitte Februar in die aktive Phase treten.

Projekt Wohnwerkstatt Rehetobel

Das Projekt Wohnwerkstatt Rehetobel entwickelt sich langsam weiter. Die Gemeinde Rehetobel und die Denkmalpflege des Kantons Appenzell Ausserrhoden stehen dem Projekt wohlwollend gegenüber und unterstützen es nach Kräften. Das Haus steht in der Kernzone und gleichzeitig in der Ortsbildschutzzone, weshalb erhöhte baurechtliche und gestalterische Anforderungen bestehen. Die Baurechtsabklärungen bezüglich Teilabbruch und Erhöhung der Anzahl Geschosse sind erfolgreich verlaufen. Nun sind wir bzw. unser Architekt mit Unterstützung des Heimatschutzes Appenzell a.Rh. in der Evaluation der optimalen Gebäudeerscheinung und -integration in die Ortsbildschutzzone.

Projekt Schloss Horn

Aktuell sind wir in intensiven Verhandlungen mit potenziellen Investoren. Wir hoffen, in Kürze von Erfolgen berichten und bald mit dem Bau von 17 - 19 Wohnungen auf dem Schlossareal und mit der Schaffung von Kultur- und Arbeitsplätzen im Schloss selber beginnen zu können.

Weitere Projekte

In Waldkirch sind wir in Abklärungen über eine interessante Zentrumsliegenschaft mit Baulandreserve, die noch nicht auf dem offiziellen Immobilienmarkt ausgeschrieben ist.

Kennen oder besitzen Sie eine Liegenschaft, die für ein MGP-Projekt geeignet wäre? Dann kontaktieren Sie uns doch bitte für ein unverbindliches Gespräch.

Vorankündigung Hauptversammlung

Am Montag, 21. März 2016, findet um 18.30 Uhr die Hauptversammlung von MGP Ostschweiz statt. Wir freuen uns, dass wir diese erstmals in der Alten Drogerie in Trogen durchführen können und bitten Sie, sich den Termin bereits heute vorzumerken. Die Einladung mit Traktandenliste folgt in Kürze.

Quartierentwicklung im Grossraum St. Gallen

In Zusammenarbeit mit einer Stiftung, involvierten Immobilienbesitzern, Institutionen und weiteren Fachpersonen beabsichtigen wir, uns für die Aufwertung und Wiederbelebung eines Ortszentrums im Grossraum St. Gallen zu engagieren. Im historischen Zentrum soll moderner Wohnraum entstehen, der die Nachbarschaftsentwicklung fördert. Die Mischnutzung der Immobilien durch zusätzliches Gewerbe, Dienstleistungs-, Freizeit- und Kulturangebote soll eine hohe Lebensqualität im Sinne des MGP-Konzepts ermöglichen.

Mitgliederporträt Heini Studer-Lüthi, Fachgruppe EG Bau

Ich (37) bin Mitte 2013 gemeinsam mit meiner Frau aus der Region Bern nach St. Gallen gezogen. Seit dem 8. Januar 2016 sind wir glückliche Eltern einer bezaubernden Tochter, Aline. Als Energieingenieur NDS habe ich mich in Bern für die erste autofreie Siedlung engagiert. Ich würde gerne eines Tages in St. Gallen ein ähnliches Projekt bewohnen. Energieoptimiert natürlich. Oder zusammen mit Gleichgesinnten - jungen Familien, aber auch erfahrenen Senioren - ein Mehrfamilienhaus in der Region St. Gallen erwerben. Wenn möglich mit grossem Garten, Aussicht und grossem Dach für eine Solaranlage. Im Hinblick auf die werdende Familie finde ich die Mehrgenerationen-Betreuungs-Idee sympathisch.

Vorankündigung Hauptversammlung

Am Montag, 21. März 2016, findet um 18.30 Uhr die Hauptversammlung von MGP Ostschweiz statt. Wir freuen uns, dass wir diese erstmals in der Alten Drogerie in Trogen durchführen können und bitten Sie, sich den Termin bereits heute vorzumerken. Die Einladung mit Traktandenliste folgt in Kürze.

Referat Fred Frohofer, Zukunft Schweiz an der Immo Messe

Am 19. und 20. März 2016 greifen im Vortragsforum spannende Referate das Thema „Wohnen für Generationen“ auf und bieten vertiefte Einsichten. MGP Ostschweiz ist am Sonntag, 20. März 2016, mit einem Referat von Fred Frohofer, Vorstandsmitglied Neustart Schweiz, vertreten. Er referiert von 15.30 – 15.55 Uhr zum Thema „Immobilienmarkt im Wandel durch neue Wohnformen?“.

Programm Vortragsforum

Mitgliedschaft

MGPFreundeund Sympathisanten, die gerne zur Realisierung künftiger MGPProjektebeitragen oder an solchen teilhaben möchten, können ihre Mitgliedschaftbeantragen. Durch Überweisung des Mitgliederbeitrags von 30 Franken pro Jahr fürordentliche Mitglieder (Einzelpersonen) oder 200 Franken pro Jahr fürAktivmitglieder erlangt die Mitgliedschaft Gültigkeit. Höhere Beiträge werden alsSpenden verbucht. Kontoinformationen: CoopBankSt. Gallen, Förderverein MGPOstschweiz, St. Gallen IBANCH32 0844 0256 3402 4200 1.Einzahlungsscheinekönnen angefordert werden.

Wir brauchen SIE – Sie als Vereinsmitglieder und Genossenschafter, als Aktive,als Mitdenkende, als Pioniere und Mitgestaltende, als Sponsoren undInvestoren. Bringen Sie sich aktiv ein, sei es projektbezogen, für einzelne oderregelmässige Aufgaben, nehmen Sie teil am Vereinsgeschehen und an derProjektentwicklung. Bestimmen Sie die Zukunft in der Ostschweiz mit, helfen SieMGPProjektenauf die Beine.

Archiv 2015

Newsletter MGP Ostschweiz Oktober 2015

Inhalt

• Alte Drogerie Trogen
• Stand Umbauten Alte Drogerie
• Darlehen für Mehrgenerationenprojekte
• Mitgliederporträt Cornelia H.
• Vakanz im Vorstand des Fördervereins Mehrgenerationenprojekte
• Volksinitiative «Mehr bezahlbare Wohnungen»
• Mitgliedschaft

Liebe Vereinsmitglieder, liebe MGP Freundinnen und Freunde

„Wie hoch sind die Räume in der Alten Drogerie nach dem Umbau?“ „Bleiben die alten Butzenscheiben erhalten?“ Solche und ähnliche Fragen beantworteten die Verantwortlichen von MGP Ostschweiz anlässlich der Info-Veranstaltung zur Alten Drogerie vom 1. Oktober 2015. Rund 50 Interessierte nutzten die Gelegenheit, sich über den aktuellen Stand der Bauarbeiten und das weitere Vorgehen zu informieren. Da über die Gemeinschaftsräume und allenfalls zusätzliche Infrastrukturen auch für das Dorf Trogen ein Mehrwert geschaffen werden soll, freut uns das Interesse der Bevölkerung besonders und wir möchten an dieser Stelle nochmals allen danken, die das Projekt ideell, finanziell oder mit tatkräftigem Zupacken unterstützt haben.

Herzliche Grüsse

MGP Ostschweiz
Lucie Sauter & Bernhard Müller

Alte Drogerie Trogen

Die Umbauarbeiten schreiten zügig voran. Per 1. März 2016 werden die sechs Wohnungen bezugsbereit sein. Für die Kleinwohnungen haben sich bereits Interessenten angemeldet, die nun ihre Bedürfnisse und Ideen mit einbringen. Der Gruppenbildungsprozess für die Hausgemeinschaft hat somit begonnen, die Evaluationsliste ist jedoch offen für weitere Personen. Vielleicht ist Trogen auch bald Ihr neues Zuhause? Die grosszügigen Familienwohnungen eignen sich für junge Familien oder alleinerziehende Eltern, welche den Wert der Gemeinschaft als ergänzendes Element in der elterlichen Erziehungsarbeit erkennen.

Vorteile für Kinder und deren Eltern in unserem Mehrgenerationenprojekt
Das Mehrgenerationenhaus liegt in einer familienfreundlichen, gesunden Umgebung und vom Kindergarten bis zur Matura können alle Schulen im Ort besucht werden. Trogen ist ein lebendiges Dorf, das für Gross und Klein einiges zu bieten hat.

Die Mitglieder der Hausgemeinschaft sind vertraute Bezugspersonen für Kinder. Sie sind auch bereit, Betreuungsaufgaben oder kleine Dienste im Haushalt zu übernehmen. Kinder können sich ebenfalls in die Gemeinschaft einbringen und Solidarität und Wertschätzung als ein Geben und Nehmen erfahren und entwickeln. Durch den nahen Kontakt zu den Erwachsenen im Haus entsteht Vertrauen und Vertrautheit und im Austausch wird der Umgang mit Konflikten erlernt. Zudem bietet der Zugang zu Handlungs- und Lösungsansätzen verschiedener Menschen eine wertvolle Bereicherung.

Eltern haben die Möglichkeit, die Gemeinschaftsräume als Home Office oder Co-Working-Space zu belegen und so Kindererziehung und Berufstätigkeit besser miteinander zu verbinden oder die günstigen Rahmenbedingungen für eine Elternauszeit zu nutzen. Die gemeinsame Nutzung von Infrastrukturen kann zudem Träume wahr werden lassen. Ein Elektroauto? Eine kleine Wellnesszone? Die Hausgemeinschaft entscheidet.

Details wie Mietzinse oder Wohnungsgrundrisse sind auf unserer Homepage zu finden.

Stand Umbauarbeiten Alte Drogerie

Im Dach surrt der Akkuschrauber der Zimmerleute im Wettstreit mit dem Kreischen der Säge - die Tragkonstruktion wird verstärkt und kann so dann auch die Isolation aufnehmen. Das neu aufgelegte Dach bekommt in Kürze seine Ziegeleindeckung. Die beiden neuen Lukarnen lassen viel Licht ins Dachgeschoss und gestatten wunderbare Ausblicke. An der rückseitigen Fassade grundieren die Maler eine Fensterleibung nach der anderen, ein Stockwerk nach dem anderen. Der Sanitärmonteur baut Etage für Etage Abwasser- und Wasserleitungen ein, der Spengler montiert auf der Vorderseite des Hauses schmale Bleche auf den 'Katzenstegen'. In der Liftgrube erstellt der Baumeister Betonwände, die zukünftig die Liftkonstruktion tragen werden und im anderen Teil des Kellers brechen die Maurer einen Betonboden mit dem Presslufthammer weg und schleppen den Schutt Kübel um Kübel heraus in die bereitstehende Mulde. Bei der Renovierung der alten Fenster arbeiten Maler und Fensterbauer Hand in Hand in ihren jeweiligen Werkstätten. Die Fenster haben auf ihrem Weg der Restaurierung nun schon einige Touren durchs Appenzellerland hinter sich.
Tag für Tag andere Szenarien - manche Arbeiten sind schnell vollendet, andere benötigen Wochen. Der Baufortschritt ist erkennbar und erfreulich, wir befinden uns mitten in der Rohbauphase. Glücklicherweise hat das Wetter bisher gut mitgespielt - wir klopfen auf Holz, dass das so bleibt!

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Darlehen für Mehrgenerationenprojekte

MGP Ostschweiz finanziert den Kauf von Objekten über Hypothekardarlehen von Banken, Beiträgen aus dem Fonds de Roulement des Bundes und aus dem Solidaritätsfonds der Wohnbaugenossenschaften Schweiz und mit Eigenmitteln. Interessierte Kapitalgeber aus dem Umfeld von MGP Ostschweiz haben die Möglichkeit, der MGP Baugenossenschaft grundpfandgesicherte Darlehen zu gewähren. Diese werden in der Regel zu vergleichbaren Hypothekarzinssätzen verzinst.
Für Menschen ohne oder mit geringem Vermögen suchen wir im Rahmen des solidarischen Wohnens Kapitalgeber, die deren Pflichtanteilscheine übernehmen oder vorfinanzieren. Diese sind über verbundene Verträge grundpfandgesichert.
Die genauen Zinssätze im einen wie im anderen Fall werden individuell nach den Vorstellungen des Darlehensgebers und den Möglichkeiten der Genossenschaft vereinbart.
Darüber hinaus können auch ordentliche Anteilscheine im Nominalwert von Fr. 100.- oder jedem Mehrfachen davon gezeichnet werden, die als Eigenmittel für Objektkäufe und -umbauten dienen. Die Verzinsung erfolgt in diesem Fall im Rahmen des erwirtschafteten Ertrages und der statutarisch vorgesehenen Bedingungen (aktuell voraussichtlich 2.75%).Detaillierte Informationen erhalten Sie von Bernhard Müller, T 079 430 33 76.

Mitgliederporträt Cornelia H.

Ich bin 68. Da ich aus einer grossen Familie stamme und keine eigenen Kinder habe, vermisse ich das Leben in einer Gemeinschaft schon seit vielen Jahren. Meinen Partner Hansruedi (62) habe ich vor einigen Jahren beim CAS, Club der Autofreien Schweiz, kennengelernt. Wir möchten beide gerne in einem MGP Projekt wohnen und leben. Wir sind beide sehr aktiv und viel unterwegs – zu Fuss, mit ÖV und Fahrrad. Ich engagiere mich bei Compagna, in der Zeitbörse und im Solinetz und bin eine kreative Näherin. Früher habe ich ein Reformhaus geführt und war Therapeutin. Hansruedi ist Buchhalter und Steuerberater. Er hat eine beeindruckende Sammlung von rund 3000 Schallplatten.

Wir möchten Teil sein einer lebendigen, solidarischen Gemeinschaft. Toll wäre ein Hörstudio, das auch als Musikzimmer oder stiller Raum genutzt werden kann. Ich möchte gerne meiner Passion, dem Nähen, in einem Näh- und Kreativatelier nachgehen. Da ich mich für Quanten-Medizin interessiere, könnte ich mich auch in einer genossenschaftlichen Gemeinschaftspraxis einbringen.

Vakanz im Vorstand des Fördervereins Mehrgenerationenprojekte

Unser Vorstandsmitglied Michael Zwissler ist per 1. Oktober nach Österreich umgezogen. Michael ist Gründungsmitglied des Fördervereins MGP. Seine ideelle Unterstützung und seine Bereitschaft, im Vorstand mitzuwirken, waren speziell in der Anfangsphase unserer Organisation sehr wertvoll. Wir danken Michael für sein Engagement und wünschen ihm für seine private Zukunft viel Glück und Erfolg im Beruf.

Das Vorstandsmandat des Beisitzers für den Förderverein ist somit vakant. Wir würden uns freuen, das Amt durch ein kompetentes und motiviertes MGP Mitglied zu besetzen und bitten Interessenten, sich bei einem Vorstandsmitglied zu melden.

Volksinitiative «Mehr bezahlbare Wohnungen»

Trotz reger Bautätigkeit herrscht in der Schweiz Wohnungsnot. Die Mietpreise schiessen in den Städten und Agglomerationen ungebremst in die Höhe. Familien, ältere und junge Menschen finden keine bezahlbare Wohnung mehr. Die Situation auf dem Ostschweizer Immobilienmarkt ist etwas weniger angespannt. Dennoch gilt es auch hier, bei der Umnutzung von öffentlichen Gebäuden und privaten Liegenschaften Spekulationsdenken und Renditedruck einzudämmen und gesellschaftliche und soziale Aspekte des Wohnens stärker zu berücksichtigen. Die Volksinitiative «Mehr bezahlbare Wohnungen» verpflichtet Bund und Kantone, den preisgünstigen Wohnungsbau zu fördern und entzieht den knappen Wohnraum der Spekulation und dem Renditedruck. Die Initiative betrifft die gemeinnützigen Wohnbauträger und damit auch MGP Ostschweiz direkt. So soll der Anteil an Wohnungen im Eigentum von Trägern des gemeinnützigen Wohnungsbaus am Gesamtwohnungsbestand stetig erhöht werden. Gesamtschweizerisch sollen mindestens 10 % der ¾ neu gebauten Wohnungen im Eigentum gemeinnütziger Wohnbauträger stehen.
Wir bitten auch Sie, sich für bezahlbare Wohnungen zu engagieren und die Volksinitiative zu unterschreiben.

Mitgliedschaft

MGP-Freunde und Sympathisanten, die gerne zur Realisierung künftiger MGP-Projekte beitragen oder an solchen teilhaben möchten, können ihre Mitgliedschaft beantragen. Durch Überweisung des Mitgliederbeitrags von 30 Franken pro Jahr für ordentliche Mitglieder (Einzelpersonen) oder 200 Franken pro Jahr für Aktivmitglieder erlangt die Mitgliedschaft Gültigkeit. Höhere Beiträge werden als Spenden verbucht. Kontoinformationen: Coop-Bank St. Gallen, Förderverein MGP Ostschweiz, St. Gallen - IBAN CH32 0844 0256 3402 4200 1. Einzahlungsscheine können angefordert werden.

Wir brauchen SIE – Sie als Vereinsmitglieder und Genossenschafter, als Aktive, als Mitdenkende, als Pioniere und Mitgestaltende, als Sponsoren und Investoren. Bringen Sie sich aktiv ein, sei es projektbezogen, für einzelne oder regelmässige Aufgaben, nehmen Sie teil am Vereinsgeschehen und an der Projektentwicklung. Bestimmen Sie die Zukunft in der Ostschweiz mit, helfen Sie MGP-Projekten auf die Beine.

Bilderquellen

Alte Drogerie, Trogen: Thomas Karrer, Trogen

Newsletter MGP Ostschweiz August 2015

Inhalt

• Stand laufende Projekte
• Alte Drogerie Trogen
• Wohnwerkstatt Rehetobel
• Schlossareal Horn
• Neue Projekte
• Ob dem Holz, Rehetobel
• Wittenbach
• St. Gallen I & II
• Arbeitsgruppe Kommunikation
• Arbeitsgruppe Solidarisches Wohnen
• Porträt Mitglied Monse
• Mitgliedschaft

Liebe Vereinsmitglieder, liebe MGP Freundinnen und Freunde

In den vergangenen Monaten wurde wiederum viel geplant und realisiert. DieGründung der MGP Baugenossenschaft hat den Grundstein für effektiveProjektrealisierungen gelegt. Nun arbeiten die Mitglieder des Vorstands im Plenumoder als Fach,ProjektoderArbeitsgruppenmitglieder intensiv an derWeiterentwicklung der Organisation. Konzepte und Reglemente werden neuerarbeitet, erweitert oder angepasst. Zudem werden laufend potenzielle neueObjektegeprüft.

Herzliche Grüsse
MGP Ostschweiz
Lucie Sauter & Bernhard Müller

Stand laufende Projekte

Die aktuellen Projekte befinden sich zumeist in einer fortgeschrittenenPlanungsphase. Sie bieten Interessierten aber noch immer die Möglichkeit, sich ander Umsetzung zu beteiligen. Interessenten setzen sich bitte mit Bernhard Müller,Präsident Baugenossenschaft, oder mit Lucie Sauter, Präsidentin Förderverein, inVerbindung.

Alte Drogerie Trogen

In den letzten Wochen sind wir auf demWeg zur Realisation der Alten Drogeriezwei Meilenschritte weitergekommen. Wirkonnten das Haus am 21. Mai2015erwerben und am 6. August 2015 erhieltenwir die Baubewilligung. Inzwischen habenwir die bauliche Planung abgeschlossen. Im1. Obergeschossrealisieren wir zwei 2ZiWohnungenmit je rund 65 m2. Im 2. OG isteine grosse 4ZiWohnungvon ca. 110 m2 sowie ein Gästestudio mit Teeküche undBad geplant. Das 3. OG wird zu einer 3ZiWohnungvon 114 m2 ausgebaut, beiwelcher bei Bedarf ein viertes Zimmer abgetrennt werden kann. Das 4. OG istunterteilt in zwei 45 m2 grosse Räume, wobei der hintere Teil eine grosszügigeKombination aus Eingang, Küche und Essen sowie Badezimmer ist. Die beidengrossen Dachabseiten werden als Abstellräume genutzt. Das 5. und 6. OG wird ineine Galeriewohnung mit nochmals rund 70 m2 umgewandelt. Mit Ausnahme einerder beiden 2ZiWohnungim 1. OG erhalten alle Wohneinheiten auf der Rückseitedes Hauses einen tollen, sonnigen Balkon mit teilweiser Seesicht. Alle Stockwerkesind per Lift erschlossen. Im Keller stehen zwei Waschmaschinen zur allgemeinenNutzung bereit. Der Naturkeller eignet sich hervorragend zur Lagerung von Früchtenund Gemüsen. Dort soll auch eine Tiefkühltruhe Platz finden, welche von allenHausbewohnern genutzt werden kann. Hinsichtlich der Nutzung des Erdgeschossesprüfen wir derzeit die Möglichkeit, Raum für eine therapeutische Gruppenpraxis fürKomplementärmedizin auf Genossenschaftsbasis zu schaffen. Ebenfalls imErdgeschoss ist eine Gemeinschaftsküche geplant. Die grosse Halle nebenanbietetPlatz für gemeinschaftliches Essen oder für Anlässe.

Die Alte Drogerie ist ein geschichtsträchtiges Haus. Die alte Bausubstanz wird wennimmer möglich erhalten. So werden die alten Fenster zu neuem Leben erweckt: siewerden restauriert oder wenn erforderlich nachgebaut und vom Schreiner amursprünglichen Ort winddicht eingebaut. So bleibt der unnachahmliche Charme derFassade und der Innenräume erhalten. Wo immer möglich, werden die massivenHolzstrickwände von Lagen von Tapeten und Pavatex befreit und aufgefrischt. Diebisherigen Holzböden mit einer Höhe von 6.5 cm werden statisch verstärkt underhalten einen neuen Holzaufbau oder eine geschliffene und eingefärbteEstrichoberfläche. In Räumen mit wertvollem Parkett bauen wir dieses aus,verstärken den Boden und verlegen das Originalparkett wieder. Im gesamten Hausrealisieren wir auf diese Weise einen stabilen Boden mit Trittschallisolation. DieElektroundSanitärinstallationen werden komplett ersetzt und neue Bäder undKüchen eingebaut. Auf dem neu eingedeckten Dach erzeugt eine Photovoltaikanlageeinen Teil des benötigten Stroms. Der Anschluss des Hauses an das FernwärmenetzSpeicher/Trogen ermöglicht eine Wärmeerzeugung ausschliesslich mittelserneuerbarer Energie. Dank einer Innenisolation aus Zelluloseflocken und einerWärmedämmung der Kellerdecke wird der Energiebedarf deutlich gesenkt. Das Haussoll möglichst autofrei werden beieinem hauseigenen Elektroauto und guterAnbindung an den ÖV ein nachvollziehbarer Entscheid. Das Elektroauto wirdselbstverständlich durch Strom von der hauseigenen PVAnlagegespeist.

Die Alte Drogerie wird nach dem Umbau ein atmosphärisches Nebeneinander vonAlt und sehr Modern zeigen und ihren künftigen Bewohnern noch viel Möglichkeitenfür kreativen Nestbau lassen!

Wohnwerkstatt Rehetobel

Das Nutzungskonzept für die Wohnwerkstattin Rehetobel sieht im Sockelgeschoss,welches aktuell vollständig gewerblichgenutzt wird, künftig eine innovative MakerWerkstatt,also einen Verbund offenerWerkstätten, vor. Die übrigen Geschossesollen zu Wohnraum fürMehrgenerationenwohnenausgebaut werden.Die bisherigen Abklärungen haben gezeigt,dass eine Sanierung der Wohngeschosse nicht zielführend ist. Die bestehendenRaumhöhen, zahlreiche statisch erforderliche Unterzüge und aus statischen Gründenkaum veränderbare Raumeinteilung erfüllen die Anforderungen an einMehrgenerationenprojekt nur unzureichend. Das Bedürfnis nachGemeinschaftsräumen und genügend Wohnungen zu vernünftigen Kosten kann nurdurch einen Abriss und Neubau der Wohngeschosse erzielt werden. So sollen imaufgesetzten Neubau fünf unterschiedlich grosse Wohnungen, zwei bis drei Studios

sowie Gemeinschaftsräume entstehen. Die Studios sollen primär den temporärenNutzern der MakerWerkstattzur Verfügung stehen. Zusätzlich sind sie alsUnterkünfte für Gäste der Hausbewohner vorgesehen.

Beim Gebäude für die Wohnwerkstatt handelt es sich um ein Objekt in der Kernzoneund zugleich in der Ortsbildschutzzone. Aktuell sind wir mit der Denkmalpflege undder Baubewilligungskommission in enger Zusammenarbeit, um einbewilligungsfähiges Nutzungskonzept zu entwickeln. Die geplante, innovativeMakerWerkstattund das Label Solardorf Rehetobel haben uns dazu motiviert,abzuklären, ob das Haus komplett mit einer Photovoltaikhülle gebaut werden könnte.Aus Sicht der Behörde spricht der Ortsbildschutz dagegen, auch die Fassade mitPhotovoltaikelementen zu bekleiden. Einvollständiges Solardach findet in derVorabklärung aber Unterstützung, weshalb wir diesen Ansatz weiter verfolgen. Fürandere Projekte möchten wir das Konzept der vollständigen Solarhülle aber weiterverfolgen.

Schlossareal Horn

Vor rund zwei Jahren hat die ProjektgruppeSchloss Horn mit der Entwicklung desProjekts gestartet. Vor kurzem haben wirvereinbart, dass MGP dieWeiterentwicklung des Projektes wiederselber übernimmt und unter Beizug desbisherigen Architekten eine neueProjektgruppe gebildet wird. Die bisherigeProjektgruppe hat hervorragende Arbeitgeleistet, welche wir an dieser Stelle herzlichst verdanken möchten. Sie hat u.a. einKonzept entwickelt, welches für ein Mehrgenerationenprojekt bestens geeignet ist. Esbeinhaltet individuelle und gemeinsame Wohnräume und wird ergänzt durchintegrierte Arbeitsräume. Das Projekt wurde von der Baubewilligungskommissionund Denkmalpflege vorbewilligt und könnte nun sofort umgesetzt werden.Bedingung hierfür ist natürlich, dass die Finanzierung gesichert ist und wir mit demheutigen Eigentümer betreffend Verkauf handelseinig werden. Nach denSommerferien nimmt die neue Projektgruppe die Verhandlungen mit demEigentümer und die Suche nach Kapitalgebern auf. Wir hoffen auf einenerfolgreichen Abschluss.

Neue Projekte

Erfreulicherweise werden uns zunehmend neue Objekte angeboten, oder wir werdenin Projektevaluationen involviert. Da die Projektarbeiten eben erst begonnen wurden,können wir heute erst einige Eckdaten nennen. Interessierte können uns gernekontaktieren. Wir informieren gerne über den aktuellen Stand des jeweiligenProjektes.

Ob dem Holz, Rehetobel

Für die Übernahme des ehemaligenAltersheims hat sich eine örtliche Gruppegebildet. Da wir dieselben Ziele verfolgen(Neustart Schweiz) beginnt sich eine engereZusammenarbeit abzuzeichnen. Ausser demerklärten Willen, das historische Gebäudean phantastischer, ruhiger Aussichtslagenicht dem Abriss preisgeben zu wollen,besteht noch kein definiertesNutzungskonzept. Gemeinsames Ziel ist die Schaffung von günstigem Wohnraum.Das verbindende Element der integrierten ArbeitsoderKulturnutzung ist aber nochvöllig offen.

Mitdenker, die sich eine Partizipation am Projekt am sonnigsten Ort der Ostschweizvorstellen können, sind eingeladen, sich zu melden.

Wittenbach

Mitten im Ort, an verkehrsberuhigter, sonniger Lage, ist uns ein Grundstückangeboten worden, welches den Neubau von ca. 10 bis 14 Wohnungen plusGemeinschaftsräume ermöglicht. Sobald sich das Projekt konkretisiert, werden wirwiederum informieren.

St. Gallen I

Vor kurzem sind wir in Verhandlungen über den Kauf von drei benachbarten, altenGebäuden mit 15 Wohnungen und verschiedenen kleineren Gewerberäumen getreten.Die Wohnungen sind aktuell sehr günstig, benötigen aber in nächster Zeit einigeUnterhaltsarbeiten. Auch nach Abschluss derselben sollen die Mietzinse sehr günstigbleiben.

St. Gallen II

An bevorzugter Stadtrandlage klären wir die mögliche Übernahme eineswunderschönen alten Gebäudes mit Garten im Baurecht ab. Es handelt sich lediglichum ein Dreifamilienhaus, jedoch mit Potenzial nachbarschaftlicherQuartierentwicklung nach dem MGP Konzept.

Arbeitsgruppe Kommunikation

Die Arbeitsgruppe Kommunikation wird von Andrea Zwicknagel, Vorstandsmitgliedder MGP Baugenossenschaft, geleitet. Andreas Müller vom KommunikationsbüroWirkstatt Müller steht der Arbeitsgruppe entwicklungsundumsetzungstechnisch zurSeite. Ziel ist vorerst die Erarbeitung des MGPKommunikationskonzeptsfürTrogen. In einem zweiten Schritt werden Strategien und Mittel festgelegt, welche inder professionellenÖffentlichkeitsarbeit, der effizienten Objektakquise, derPartnersuche und dem Fundraising angewendet werden.

Mitte Juli hat MGP Ostschweiz im operativen Bereich Verstärkung erhalten.Marianne Heller, Kommunikationsfachfrau, unterstützt den Förderverein und dieBaugenossenschaft im Rahmen eines Projektes der Stiftung Zukunft inkommunikativen Belangen. Sie wird u.a. ein Kommunikationskonzept und dieerforderlichen Kommunikationsinstrumente entwickeln, die Verantwortung für diePresseundÖffentlichkeitsarbeit übernehmen und die Kernbotschaften von MGPOstschweiz nach aussen tragen. Der Einsatz von Marianne Heller ist befristet (max. 6Monate) und für MGP Ostschweiz kostenneutral.

Arbeitsgruppe Solidarisches Wohnen

Wir haben das Angebot und die Bedingungen für diese Wohnform formuliertSolidarisches und im Grundkonzept festgelegt. Nun geht es darum, daszielgruppenorientierte Vorgehen festzulegen und geeignete Partner und Sponsoren zufinden. Wir werden deshalb in Zusammenarbeit mit Fachpersonen ein Dossiererarbeiten, das an potenzielle Nutzer, Partner, Sponsoren und Investoren versandt werden soll. Die entsprechende Arbeitsgruppe muss noch zusammengestellt werden.Mitglieder oder SympathisantInnen, die über Fachkenntnisse oder Erfahrung in derIntegrationsarbeit verfügen und mit ihrem Wissen etwas beitragen können, sindherzlich willkommen.

Porträt Mitglied Monse

Wir haben uns dieses Jahr zur Mitgliedschaft bei MGP Ostschweiz entschieden, weilwir gerne an einer vielfältigen Gemeinschaft teilnehmen. Wir, das sind meine 11jährigenZwillingssöhne und ich. Seit rund acht Jahren leben wir in einemgenossenschaftlich organisierten Quartier im Osten der Stadt. Die Primarschulebefindet sich in der Nähe, und die Kinder fühlen sich dort sehr wohl. Unser Quartierbesteht aus fünf Genossenschaften. In unserer Genossenschaft leben 18 Familien mitfast 30 Kindern. Wir haben in den letzten Jahren viele Erfahrungen imZusammenleben gemacht und auch Freundschaften geschlossen.

Nun ist es an der Zeit, eine andere Wohnform zu leben. Wir wünschen uns eineruhigere Umgebung und mehr Privatsphäre. Wohnen in einemgenerationenübergreifenden Wohnraum, wie es MGP realisiert, bietet uns dieMöglichkeit, uns mit älteren oder alleinstehenden Menschen auszutauschen. Auchkönnen wir mehr darüber erfahren, wie Wohnen und Arbeiten unter einem Dachfunktioniert. Wir haben bereits Einblicke in dieses Konzept erhalten. Jedes Jahr sindwir für eine Woche bei Freunden in Bern in den Ferien. Meine Freunde leben seitzehn Jahren im Westen der Stadt. Unsere Gastgeberin engagiert sich beruflich imsozialen Bereich. Ihr Hobby ist das Nähen von Seidentüchern. Ihr Partner arbeitet alsKünstler und Schreiner, auch zu Hause. Sie teilen sich ein Atelier. Im gleichen Hausleben noch zwei Männer in einer homosexuellen Partnerschaft und einalleinerziehender Vater. Das Haus ist gross und verfügt über einen grosszügigenGarten. In diesem Quartier hat jedes Haus vier Wohnungen. Das kleine Quartierbesteht aus drei Strassen, führt einen Mittagstisch und einen Treffpunkt für jungeErwachsene.

Wir wünschen uns eine Wohnform, die sinnhaft ist. Im Austausch mit anderenMenschen kann man die eigenen Ideen wachsen lassen und sich weiter entwickeln.Meine Jungs finden, es sei eine Chance, die wir nun ergreifen sollten. Das hat michüberzeugt. Wir freuen uns, unsere „Vitalität“ einbringen zu können und mitMenschen an einer guten Idee arbeiten zu dürfen.

Herzliche Grüsse
Monse

Mitgliedschaft

MGP Freunde und Sympathisanten, die gerne zur Realisierung künftiger MGPProjektebeitragen oder an solchen teilhaben möchten, können ihre Mitgliedschaftbeantragen. Durch Überweisung des Mitgliederbeitrags von 30 Franken pro Jahr fürordentliche Mitglieder (Einzelpersonen) oder 200 Franken pro Jahr fürAktivmitglieder erlangt die Mitgliedschaft Gültigkeit. Höhere Beiträge werden alsSpenden verbucht. Kontoinformationen: CoopBankSt. Gallen, Förderverein MGPOstschweiz, St. Gallen IBANCH32 0844 0256 3402 4200 1.Einzahlungsscheinekönnen angefordert werden.

Wir brauchen SIE – Sie als Vereinsmitglieder und Genossenschafter, als Aktive,als Mitdenkende, als Pioniere und Mitgestaltende, als Sponsoren undInvestoren. Bringen Sie sich aktiv ein, sei es projektbezogen, für einzelne oderregelmässige Aufgaben, nehmen Sie teil am Vereinsgeschehen und an derProjektentwicklung. Bestimmen Sie die Zukunft in der Ostschweiz mit, helfen SieMGPProjektenauf die Beine.

Bilderquellen

Alte Drogerie, Trogen: Thomas Karrer, Trogen
Schloss Horn: Urs Bucher, Website St. Galler Tagblatt
Wohnwerkstatt Rehetobel: MGP Ostschweiz
Ob dem Holz, Rehetobel: MGP Ostschweiz

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